Tweenk-e-riffic

Kennt man noch die “guten, alten” RPG’s?

Diese RolePlayingGames?

So mit Papier und Bleistift?

Nein?

Naja, zwar schon etwas schade, aber für euch eine kurze Zusammenfassung:

Damals traf man sich mit mehreren anderen Nerds, bestimmte einen Spielleiter, der dann die anderen durch ein Abenteuer geleitete. Damit man selbst aber nicht aus dem Haus musst, hatte man einen Charakter mit allerlei Daten auf ein bestimmtes Blatt Papier geschrieben und konnte nun eventuelle Begegnungen mit Würfeln zu einem mehr oder minder guten Ende führen. Weitab von den heutigen, grafisch opulenten Computerspielen, fand die gesamte Reise in den Köpfen der Mitspieler statt.

Doch worauf mich nun Tiia vom Elvun Gaming-Blog aufmerksam gemacht hat, bringt ein wenig den Flair der alten Pen&Paper RPG’s zusammen mit den Abenteuerbüchern und der Diablo’schen Sammelwut zusammen.

Tweenk ( http://tweenk.me ) ist ein ziemlich interessantes “Spiel”, das nicht nur unglaublich simpel ist, sondern auch eine gewisse Sammelleidenschaft an den Tag legt. Im Prinzip ist bei Tweenk mitspielen so einfach, wie sich bei Twitter anzumelden. Und das ist auch schon alles, was man tun muss, um bei Tweenk mitzuspielen …

Tweenk basiert auf dem jeweiligen Twitter-Account des Spielers. Man meldet sich auf der Website einfach mit seinem Twitter-Account an und wählt sich seinen Character aus. Die Auswahl basiert zu Teilen auf World of Warcraft (von den Bildern, den Rassen usw.) und sobald man diese Auswahl getroffen hat, kann es auch schon losgehen. Man twittert einfach wie gewohnt weiter und die hinter Tweenk rechnende Engine baut daraus zufällige Begegnungen mit Monstern bzw. Gegnern und den Ausgang dieser Begegnung.

Entsprechend bekommt man aus einer “gewonnenen” Begegnung eine bestimmte Menge Erfahrungspunkte, etwas Gold und vielleicht einen Gegenstand, den man zur Verbesserung seines Charakters benutzen kann. So wird der Charakter zusehends besser. Manchmal trifft man allerdings auf Gegner, die zu stark für den eigenen Charakter sind. Das ist kein Beinbruch, der Charakter nimmt dann die Beine in die Hand und flieht. Jeder Tweet kann also ein besseres Item bringen, mehr Gold oder auch den Stufenanstieg.

Doch Twitter besteht ja aus mehr als nur Tweets. Die Verwendung von Hashtags oder von Mentions bringen bestimmte Besonderheiten mit sich. Sobald man einen Hashtag verwendet, begibt sich der Charakter in einen der zahlreichen Dungeons, in dem besondere Gegner mit besonderer Beute warten. Mittels einer Mention hilft der erwähnte Twitterer - unabhängig von seiner eigenen, individuellen Tweenk-Geschichte oder ob er überhaupt bei Tweenk angemeldet ist - beim Erlegen eines Gegners. So tritt der eigene Charakter einer Gruppe bei, die selbstverständlich wesentlich wehrhafter sind, als ein einzelner Charakter. Bestimmte Ereignisse werden mit Errungenschaften belohnt, auch diese laufen quasi vollautomatisch ab.

Das ist sozusagen DAS Hauptmerkmal bei Tweenk. Man meldet sich an und alles andere geht automatisch. Nicht umsonst wird es als “Rollenspiel für Faule” angepriesen. ;)

Als weitere Besonderheit gibt es aber noch einen kleinen “Twist” in den Einstellungen. Wie in WoW gibt es auch bei Tweenk einen PvP-Mode. In diesem OptIn-Modus ändert sich etwas in der “Bedienung”. Mentions führen dann dazu, dass man gegen diesen Charakter kämpft. Ein zusätzlicher Hashtag lädt den erwähnten Charakter auf einen Battleground ein.

Ich persönlich bin ja nicht der PvP-Freund, dementsprechend habe ich den Modus ausgeschaltet gelassen.

Alles in allem finde ich Tweenk total lustig und es hat mich wieder mal motiviert, mehr zu Twittern. Ich bin noch in keiner Gilde (die man natürlich auch selbst erstellen kann), was nicht ist, kann ja aber noch werden ;) Also probiert Tweenk aus.

Mir macht das echt Spaß!

http://tweenk.me

http://tweenk.me/hoeckele

  1. von hckele gepostet
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